Versailler Vertrag eckpunkte

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Der schlechte Ruf des Versailler Vertrages wurde von den rechtsnationalen antidemokratischen Kräfte genutzt, um gegen die Republik zu agieren und ihre Anhänger zu mobilisieren. Gegen die sogenannte „Kriegsschuldlüge“ wurde Front gemacht und die wahre Ursache, die für die militärische Niederlage verantwortlich war, wurde verdrängt. Das Versailler System war neben Deutschland auch in Österreich, Ungarn und der Türkei, den anderen besiegten Staaten also, umstritten. Auch sie waren um eine Revision ihrer Friedensverträge bemüht. Der erfolgreichste Staat dabei war die Türkei. 1923 handelten sie eine für sie günstigeren Friedensvertrag aus. Dadurch erhielten sie die Kontrolle über Kleinasien zurück. Auch bei den Siegermächten gab es Vorbehalte gegen den Vertrag. Abgelehnt wurde er von der Sowjetunion. Für sie war der Vertrag eine Fortsetzung der alten imperialistischen Politik und für Frankreich gingen die Bestimmungen nicht weit genug. Dass das französische Sicherheitsbestreben nicht noch mehr berücksichtigt und dauerhafter berücksichtigt wurde, bedauerte Frankreich.Mit den wirtschaftspolitischen Auswirkungen der Bestimmungen des Vertrages war Großbritannien nicht zufrieden. Den Problemen der europäischen Wirtschaft wurde aus Sicht der Briten nicht gerecht.

Im Parlament der USA fand der Vertrag keine Mehrheit. Der Völkerbund, dessen Satzung im Teil I des Vertrages enthalten war, wurde hier inzwischen abgelehnt. Nach 1933 wurde der Versailler Vertrag von der nationalsozialistischen Regierung mehrmals gebrochen. Durch einseitige Aufkündigung des Vertrages durch das Deutsche Reich am 30. Januar 1937 endete die Gültigkeit des Versailler Vertrages offiziell. John Maynard Keynes, der Vertreter des Schatzamts der britischen Delegation bei den Vertragsverhandlungen, trat noch vor Abschluss der Verhandlungen unter Protest gegen die Vertragsbedingungen, die Deutschland auferlegt werden sollten, von seinem Posten in der Delegation zurück. Auf Anraten des südafrikanischen Konferenzteilnehmers Jan Christiaan Smuts verfasste er ein Buch über die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages, in dem er darlegte, dass die Deutschland auferlegten Zahlungsverpflichtungen sowohl die internationalen Wirtschaftsbeziehungen destabilisieren als auch größeren sozialen Sprengstoff für Deutschland mit sich führen würden. [37] Die Friedensauflagen und -bedingungen wurden anläßlich der Pariser Friedenskonferenz 1919 im Schloß von Versailles vom 18.